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Die sieben Inseln des Toskanischen Archipels

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Der Toskanische Archipel besteht aus sieben Hauptinseln: Elba, Giglio, Giannutri, Montecristo, Capraia, Pianosa und Gorgona. Der Nationalpark Toskanischer Archipel (Parco Nazionale dell'Arcipelago Toscano) ist mit 60.000 ha geschützter Meeresfläche und ca. 18.000 ha geschützter Landfläche das ausgedehnteste Meeresschutzgebiet Europas und gehört laut der IUCN zu den bedeutendsten Naturwundern der Welt. Außerdem gehören alle Inseln des Archipels zum Pelagos-Walschutzgebiet, einem  Meeresschuztgebiet mit einer Wasseroberfläche von beinahe 90000 Quadratkilometern, das 1999 auf Betreiben der Länder Italien, Frankreich und dem Fürstentum Monaco eingerichtet wurde. Obwohl die Inseln des Toskanischen Archipels verschiedenen Schutzzonen unterliegen, können sie dennoch alle besucht werden. Der Fremdenverkehr ist mittlerweile die Haupteinnahmequelle der Inseln, wohl auch weil der Toskanische Archipel mit der Fähre von Livorno, Piombino und Porto Santo Stefano aus gut erreichbar ist.

Die größte Insel im Toskanischen Archipel ist Elba. Als drittgrößte italienische Insel des Mittelmeers (nach Sizilien und Sardinien) hat Elba eine Küstenlänge von 147 km und eine Oberfläche von 224 km². Die Ilvaten waren das älteste uns bekannte Volk, das auf der Insel Elba lebte. Ab etwa 750 v. Chr. besiedelten die Etrusker Elba, sie waren hauptsächlich an den umfangreichen Eisenerzvorkommen interessiert und begannen mit dem Abbau. Um 453 v. Chr. kamen die Griechen von Syrakus und besetzten die Insel, bis 246 v. Chr. die Römer Elba eroberten und die Insel nun für rund 800 Jahre zum Römischen Reich gehörte. Ende des 6. Jahrhunderts gelangten dann die Langobarden nach Elba. Unsere Tour über die Insel beginnt in Portoferraio, dem bereits seit Jahrhunderten wichtigsten Hafen der Insel. Heute ist er Anlegestelle der Fähre und so erste Station für alle Touristen die nach Elba kommen. Innerhalb der Stadtmauer von Portoferraio, im historischen Zentrum, lohnt sich ein Bummel durch die zahlreichen Treppengassen zu den mittelalterlichen Festungsanlagen. Die Altstadt ist reich an Sehenswürdigkeiten und verwunschene, malerische Ecken findet man hier auch noch. Man kann stein- und bronzezeitliche Kult- und Begräbnisstätten besichtigen, sowie Reste aus etruskischer Zeit, römische Ruinen (wie die Villa della Linguella und die Villa delle Grotte) und auch einige Relikte vom Mittelalter bis in die kurze napoleonische Epoche 1814-15. Erinnerungen an Napoleon und sein Exil auf der Insel, findet man in den Napoleonischen Museen in der Villa dei Mulini, im historischen Zentrum, und in der Villa San Martino, ca. 5 km außerhalb der Stadt. Für alle Wanderer uns Naturliebhaber ist das Castello del Volterraio ein lohnendes Ziel, denn das herrliche Panorama ist aller Mühen wert. Unser nächstes Ziel auf Elba ist Porto Azzurro, hier sind auch heute noch Spuren der spanischen Herrschaft im 17. Jahrhundert sichtbar. Porto Azzurro wurde 1603 von Philipp III von Spanien gegründet und sollte als eine Art von Festung zur Verteidigung des Territoriums dienen. Er veranlasste auch den Bau der riesigen Festungsanlage San Giacomo di Longone, welche heute als Gefängnis dient und nicht für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Nur ca. 3 km vom historischen Zentrum Porto Azzurros entfernt befindet sich das Sanktuarium der Madonna del Monserrato, es wurde 1606 vom spanische Gouverneur errichtet und beherbergt ein Altarbild aus dem 17. Jahrhundert, das die schwarzen Madonna von Montserrat darstellt. Steht man auf dem Platz vor der Kirche, kann man die beeindruckende Aussicht auf den Barbarossa-Strand genießen, ein Paradies auch für Taucher. Alle Insel des toskanische Archipels haben die wilde Natur und die charakteristischen Landschaften gemeinsam. Genauso wie die faszinierende und vielfältige Unterwasserwelt mit ihren Gorgonien, Korallen und derern bunten, bizarr geformten Bewohnern.

Etwa 50 km südöstlich von Elba und rund 18 km westlich der Halbinsel Monte Argentario stoßen wir auf die Insel Giglio. Zum Gemeindegebiet Giglios gehören außerdem die Inseln Giannutri und Montecristo. Auf Giglio gibt es 3 Ortschaften, Giglio Porto mit seinen malerischen Gassen und dem bezaubernden Naturhafen, Giglio Castello mit der mittelalterlichen Burg der Aldobrandeschi und Giglio Campese, das heute das wichtigste Fremdenverkehrszentrum der Insel ist. Vor Campese liegt ein langer Sandstrand, in einer bezaubernden Bucht, die auf der einen Seite von einem großen, aus dem Meer hochragenden Felsen (Faraglione) und auf der anderen Seite vom Torre del Campese, einem Wachturm aus der Zeit der Medici, eingerahmt wird. Von Giglio aus kann man im Sommer mit der Fähre Giannutri, die südlichste Insel des Toskanischen Archipels, erreichen. Auch vom Festland aus, genauer gesagt von Porto Santo Stefano, ist die Überfahrt möglich. Die Insel ist nur sehr dünn besiedelt, die meisten Häuser sind nämlich nur im Sommer bewohnt, was Giannutri wiederum für erholungssuchende Urlauber, die Ruhe und unberührter Natur suchen, das ideale Urlaubsziel. An der zerklüfteten Küste mit vielen Felsvorsprüngen und das kristallklare Wasser verbergen viele unberührte Tauchplätze, ein Higlight für Hobby- und Sporttaucher. Unterbrochen wird die Felsenküste nur durch zwei Strände, die Buchten „Cala dello Spalmatoio" (im Nordosten) und „Cala Maestra" (im Nordwesten). Ein weiteres Natrurschauspiel finden wir in den zahlreichen Höhlen, die sich entlang der Küste aufreihen. Die bekannteste von ihnen ist die Grotte „Cala dei Grottoni" im Süden der Insel. Die bekannteste Sehenswürdigkeit Giannutris ist die die Villa Romana, sie wurde im 2. Jahrhundert nach Christus erbaut und kann heute noch als Ruine besichtigt werden. Ein weiteres Zeugnis für die frühe romanische Besiedlung ist der Hafen Porto Romano. 

Als nächstes wenden wir uns der, bis auf eine Wildhüterstation, unbewohnten Insel Montecristo zu, sie ist die wildeste und kleinste der Inseln. Mitte des des 19. Jahrhunderts errichtete der britische Kunstsammlers George Watson-Taylor seine Villa auf Montecristo, welche man auch heute noch besichtigen kann. Man kann die Insel jedoch nur mit einem Führer und der Erlaubnis der Forstbehörde von Follonica betreten. Damit die einzigartige Flora und Fauna erhalten bleibt, dürfen nicht mehr als 1.000 Personen pro Jahr die Insel besuchen. Es ist auch steng verboten, mit dem Boot an der Insel anzulegen, oder näher als 1 km an die Küste heran zu fahren. So bleiben die seit Jahrhunderten isoliert auf der Insel lebenden wilden Ziegen ungestört, welche heute genetischen Forschungen dienen. Im 19. Jahrhundert machte der Roman "Der Graf von Monte Cristo", von Alexandre Dumas, die unscheinbare Insel im Mittelmeer weltbekannt. In Wirklichkeit haben die reale Insel und die des Romans nur wenig Gemeinsames. 

Zwischen dem Cap Corse, im Norden Korsikas, und dem italienischen Festland liegt die Insel Capraia. Ihre Entstehung verdanken wir mehreren heftigen Vulkanausbrüchen, die sich vor neun Millionen Jahren ereigneten. Auf Capraia giebt es zahlreiche historische Sehenswürdigkeiten zu besichtigen, die man auf Wanderwegen und Maultierpfaden erreichen kann. Darunter sind: das ehemalige Gefängnis, der Turm am Hafen, die Kirchen Santo Stefano, dell'Assunta, San Nicola, das Kloster San Antonio und die Festung San Giorgio. Die zerklüftete Steilküste wird kaum von Buchten unterbrochen. Der einzige Sandstrand der Insel ist die kleine Bucht Cala della Mortula, ansonsten gibt es nur Felsbuchten, wie die Cala Rossa, ein Überrest eines ins Meer abgestürzten Vulkankegels, deren kristallklares Wasser jedoch ideal zum Tauchen und Schnorcheln ist.

Ein weiterer Geheimtipp im Toskanischen Archipel ist die kleine Insel Pianosa. Im Neozoikum war sie noch mit dem Festland verbunden, was Fossilfunde von Bären, Hirschen und Pferden belegen. In der Zeit der römischen Herrschaft wurde die Insel als Ort der Verbannung genutzt. Der berühmteste, heute noch bekannte Verbannte war Agrippa Postumus, der um 12 v. Chr. von seiner Schwester, der römischen Kaiserin, auf die Insel verbannt wurde. In der Villa romana di Agrippa kann man hierzu noch einige Mosaike besichtigen. Desweiteren gibt es Überreste frühchristlicher Besiedelung aus dem 3. und 4. Jahrhundert n. Chr. zu sehen. Es handelt sich hierbei mit etwa 700 christliche Katakomben, um die größte Anlage nördlich von Rom. Später gründete das Großherzogtum Toskana auf Pianosa eine landwirtschaftliche Strafkolonie, die etwa 140 Jahre lang existierte und im Jahre 1968 in ein Hochsicherheitsgefängnis umgewandelt wurde. Im August 1998 wurde es geschlossen und die Insel kann wieder besichtigt werden. Es sind nur noch einige, ausgewählte Häftlinge der Strafanstalt von Porto Azzurro auf Elba auf Pianosa stationiert - und das auch nur im Sommer. Sie betreiben ein kleines Restaurant im einzigen Ort Pianosas und arbeiten in den Gemüsegärten.
Nach Pianosa werden nämlich nur Häftlinge versetzt, die sich dieses Privileg durch tadellose Führung verdient haben. Trotzdem darf man die Insel nur im Rahmen einer geführten Tour besuchen. Vom Hafen Marina di Campo auf Elba aus ist Pianosa in etwa 35 Minuten mit dem Boot zu erreichen. Die obligatorische Führung, zu Fuß oder mit dem Fahrrad, muß dann noch extra dazu gebucht werden. Leider darf man auf der gesamten Insel nicht baden, die einzige Ausnahme macht hier der schöne Strand in der Nähe des Hafens. Denn auch Pianosa und das die Insel umgebende Meer gehören zum Nationalpark Parco nazionale dell'Arcipelago Toscano
und zum multinationalen Walschutzgebiet Santuario dei Cetacei.

 Unser nächstes Ziel ist Gorgona, die nördlichste und kleinste Insel des Toskanischen Archipels, sie ist außerdem die letzte Gefängnisinsel Europas. Dies ist auch der Grund, weshalb man die bezaubernde Insel Gorgona nur mit Sondergenehmigungen besuchen kann. Die rund 300 Einwohner Gorgonas bestehen aus ca. 70 männlichen Gefangenen und 80 Vollzugsbeamten. Die Häftlinge halten sich ausserhalb der Zellen auf, sie arbeiten im Gemüsegarten, im Weinberg oder kümmern sich um die Tiere. Dabei ist die Weinproduktion Teil der Resozialisierungsmaßnahmen, um die langjährigen Häftlinge auf ihre Freiheit vorzubereiten. Die Insel Gorgona ist mit die am meisten durch den Nationalpark geschützte Insel. Deshalb unterliegt die Besucherzahl einem Limit, es dürfen nur 75 Erwachsene Besucher täglich, an höchstens 4 Tagen in der Woche, auf die Insel. Es dürfen auch nur geführte Exkursionen, entlang einiger vom Park mit Genehmigung der Gefängnisleitung ausgesuchten Routen, gemacht werden. Gorgonas isolierter Lage haben wir es zu verdanken, dass sich hier eine einzigartige Flora und Fauna entwickeln konnte, die so nur auf dieser kleinen Insel und in den umgebenden Gewässern vorkommt. Eine Legende besagt, dass die Tyrrhenische Venus ihren Perlenschmuck verlor, als sie dem Meer entstieg und dieser dabei in kleine Splitter zerbrach, woraus die heutigen Inseln entstanden seien.

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