Palazzo Vecchio - Piazza della Signoria - 360 Grad Panorama - Florenz
Der erste Blick fällt auf den Palazzo Vecchio. Der um 1300 nach den Entwürfen von Arnolfo di Cambio erbaute Palazzo diente als Sitz der Regierung und wurde entsprechend Palazzo della Signoria genannt. Mit seinem 94 Meter hohen Turm überragte das Gebäude die Palazzi des Blut- und Geldadels und konnte so die Regierungsgewalt repräsentieren. Im Lauf der Zeiten und der Machtwechsel wurde der Palazzo della Signoria erweitert und repräsentativ ausgestattet. Hier residierte vorübergehend Cosimo I. de’ Medici bevor er den neu erbauten Palazzo Pitti bezog. Die Unterscheidung zwischen dem „alten“ und „neuen“ Palazzo war es auch, die dem Palast nach dem Auszug Cosimos den Beinamen „Vecchio“ bescherte. Heute könnte der Palazzo jedoch wieder zu Recht den Namen Signoria führen, da das Rathaus der Stadt Florenz hier sein Domizil hat. Teile des Inneren, wie z.B. der Saal der Fünfhundert, in dem Michelangelos Werk „Genius des Sieges“ dominiert, sind für Besucher zugänglich und können bei einer Führung besichtigt werden.
Um die berühmte Piazza im Zentrum von Florenz reiht sich ein Zeugnis der Kunstgeschichte ans nächste. Im Uhrzeigersinn schließt sich neben dem Palazzo Vecchio die Loggia dei Lanzi an. Drei Rundbögen bilden die offene Front der Arkadenhalle. Zwei Löwen aus unterschiedlichen Epochen wachen über den Eingang zu den Statuen, die im Schutz der Arkaden ihren Platz haben und Zeugnis von der Kunst namhafter Bildhauer ablegen. Über dem Pavillon erstreckt sich eine weitläufige Terrasse. die in vergangenen Zeiten den Herrschenden Gelegenheit gab, Reden zu halten und sich bei Zeremonien dem Volk zu zeigen. Im ausgehenden 16. Jahrhundert wurde die Dachterrasse mit einer Loggetta versehen. Neben dieser Wandelhalle für honorige Patrizier wurden umfangreiche Anpflanzungen für einen Nutz- und Schmuckgarten sowie Pergolen angelegt. Die Bewässerung des Giordino pensile erfolgte mittels eines Flaschenzugs zu einem ebenerdigen Brunnenschacht an der Seite der Hochterrasse. Auf einem Stich von A. F. Lucini aus der Zeit um 1633 ist die damalige Anlagengestaltung festgehalten. In den Archiven der Stadt Florenz gibt es mehrere historische Dokumente, welche die Schönheit des begrünten Dachgartens rühmen. Schon 100 Jahre später war die üppige Pracht jedoch verfallen. Der Brunnenschacht bestand aber noch bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts, bevor er von der Stadtverwaltung aufgelassen wurde.
Vis-à -vis vom Palazzo Vecchio laden Cafés dazu ein, bei einem Espresso vor der Kulisse der Kopien von Michelangelos „David“ und der Bronzegruppe „Judith und Holofernes“ von Donatello das muntere Treiben auf der Piazza zu beobachten oder ein Erinnerungsphoto vom Reiterstandbild von Giambologna zu schießen, das den Herzog Cosimo I darstellt. Nach einer Pause, kann man sich dann der nächsten kunsthistorischen Herausforderung stellen und den Weg zu den Uffizien einschlagen.










































