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Siena
Siena, ewiger Kontrahent von Florenz, hat dem Toskanareisenden viel zu bieten: Im Zentrum des auf drei Hügeln erbauten Städtchens liegt in der Senke die Piazza del Campo. Die Aufteilung des Campo in neun Segmente steht symbolisch für den Neunerrat, der die Stadt ab dem 13. Jahrhundert regierte. Die Legende um die Gründung von Siena besagt, dass Senius und Acius, die beiden Neffen des Romgründers Romulus aus Angst vor ihrem Onkel die Zielgerade eines Pferderennens, an dem sie teilgenommen hatten, zur Flucht genutzt hätten.
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Dabei sollen die beiden die Gründung der Stadt beschlossen haben, deren Namensgeber dann Senius wurde. Als Reminiszenz an die Historie und zum Vergnügen der Einheimischen und der Touristen findet in jedem Jahr am 2. Juli und am 16. August ein spektakuläres Pferderennen, der Palio di Siena, statt. Der gnadenlose Wettkampf auf dem Rücken ungesattelter Pferde, wird nach dem bejubelten Einmarsch auf der ehrwürdigen Piazza del Campo ausgetragen. Nach einigen vorausgegangenen Probeläufen findet das gewertete Rennen statt. Es dauert nur etwa 1,5 Minuten, da die zur Verfügung stehende Rundbahn mit ihren 300m Länge sehr begrenzt ist. Der Ehrgeiz der von den Contradas gegen Honorar angeheuerten Fantini, wie die Reiter genannt werden, kennt jedoch keine Grenzen. Das Reglement erlaubt es ihnen, die Pferde mit dem Ochsenziemer anzutreiben und sich auch gegenseitig zu behindern. Nicht selten kommt das Siegerpferd dann ohne seinen Jockey ins Ziel. Sofern das Tier noch immer das Diadem der Contrada trägt, die es ins Rennen geschickt hat, ist es der Sieger und wird von den Massen gefeiert. Die Bürger von Siena sind mit Herzblut und italienischem Temperament bei der Sache und nehmen das Rennen zum Anlass für ein rauschendes Fest. Traditionell wird der Palio di Siena immer mit einem prunkvollen Festumzug in historischen Gewändern eröffnet. Kunstfertige Fahnenschwinger und Fanfarenbläser führen den corteo storico an. Vom Innenhof des Palazzo del Governo zieht sich dieser Festzug zur Piazza del Campo, wo die Zuschauer schon auf den Beginn des gran spettacolo warten. Tribünenplätze für das Event sind sehr gefragt, noch begehrter sind aber Fensterplätze in den umliegenden Gebäuden, von denen aus man das adrenalingesteuerte Pferderennen von oben verfolgen kann. Wer sich dem Sog der volkstümlichen Begeisterung beim Palio lieber entziehen möchte, reist besser außerhalb der Paliotermine am 2. Juli und am 16. August, um dann ungestört die alten Palazzi, Kirchen, Museen, Brunnen und Türme bewundern zu können, sobald er durch eines der Tore der komplett erhaltenen Stadtmauer in die Welt der Mittelalters eingetreten ist. Einen Besuch ist auch in jedem Fall das Museo Civico im gotischen Palazzo Pubblico wert, in dem beeindruckende Freskozyklen zu sehen sind. Vom Turm des Gebäudes aus hat man aus 102 Metern Höhe einen wunderbaren Ausblick über das Stadtbild von Siena und die Piazza des Campo mit ihrem rotem Backsteinpflaster, mit dem die Piazza im 14 Jahrhundert befestigt wurde. Wenn das Interesse nach Kulturellem gestillt ist und die vom Reiseführer empfohlenen Sehenswürdigkeiten abgehakt sind, dann sollte man Lukullisches mit Sportlichem verbinden. Die entdeckenswerte Umgebung lädt ein, auf Tagestouren per Fahrrad das Hinterland zu erkunden und dabei den herben Duft der hügeligen Landschaft des Chianti aufzusaugen. Die gemäßigte Geschwindigkeit, mit der man sich durch Muskelkraft fortbewegen kann, sorgt dafür, dass man die landschaftlichen Schönheiten der Toskana im doppelten Sinne des Wortes „erfahren“ kann. Dass sich dabei auch immer wieder die Gelegenheit bietet, die regionale Küche bei so mancher Rast zu genießen, ist ein zusätzliches Urlaubsvergnügen.
Dom Santa Maria Assunta An einer der höhsten Stellen der Stadt Siena trifft man den Dom Santa Maria an , der sich majestätisch über der Stadt erhebt.Die Wände der Basilika sind in den Farben Sienas bemalt - schwarz / weiss gestreift.
Baptisterium
San Domenico Fortebraccio Malavoli, ein senesischer Adliger, schenkte den Dominikanern 1225 ein Baugelände auf den Hügeln von Siena.Die Mönche des Orderns bauten mit finazieller Unterstützung reicher Bürger in 40 Jahren eine gewaltige Backsteinkirche.
Palazzo Chigi-Saracini
Santuario e Casa di Santa Caterina In diesen Gebäude wohnte Caterina Benincasa, die Tochter eines Färbers , die gegen den elterlichen Willen in den Dominikanerorden eingetreten war und Ihr gesamtes Leben des alten und kranken Leuten nur noch widnete. Sie wurde heilig gesprochen durch den Papst und gehört nun zu einer der Heiligen Italiens. Costa di S. Antonio, Siena Öffnungszeiten : Mo-Fr 9.00-12.30 und 15.30 - 18 Uhr / Sommer : 9-12.30 und 14.30-18 uhr
Orto Botanico Im Südosten der Stadt findet man den Botanischen Garten der Universität der Stadt Siena. Gegründet wurde dieser 1784. Neben den in der Toskana wachsenden Pflazen findet man dort auch seltene exotische Plazen. Via Pir Andrea Mattioli 4, Siena Öffnungszeiten : Mo-Fr 8.00-17.00 Sa 8.00-12.00 So. geschlossen
Pinakotek Via San Pietro 29 Öffnungszeiten : Mo 8.30-13.30 Di-Sa 8.15-19.15 So/feiertag 8.15 -13.15 Die Gallerie besitz ca. 700 Bilder aus dem Mittelalter und Renaissance
Der Palio ist kein Touristenspektakel, sondern ist ein Fest mit Tradition und sicherlich eines der härtesten Pferderennen der Welt. Im diesen Rennen treten die 17 Contraden, also die einzelnen Stadtteile, gegeneinander an. Das Fest wurde jährlich zu Ehren der Heiligen veranstaltet.Vor dem Palio finden bereits Umzüge in historischen Kostümen und ein Festmahl statt. Seit einiger Zeit können auch touristen an diesen Festmählen teilnehmen. Stehplätze sind gratis, Tickets für Tribünenplätze sind kostenpflichtig und nicht gerade billig wann findet der Palio statt ? Der Palio wird 2 x im Jahr durchgeführt - am 2. Juli und 16. August.